Dienstag, 23. November 2010

Die Chance für Veränderungen


Aus Erfahrung weiß man, daß Erkenntnis allein nicht ausreicht, um sich selbst oder gar ein System zu verändern. Bei diesem „Wandel“ geht es nicht darum, prinzipiell alles neu und vermeintlich besser zu machen. Vieles, das wir an Lebensqualität erreicht haben, gilt es zu bewahren! Sondern es geht darum, ein lebenswertes System langfristig zu ermöglichen und abzusichern.

Die meisten Systeme mit denen und in denen wir leben sind nicht berechenbar – sie sind chaotisch. Mit einem Tripelpendel – einem Pendel an einem Pendel an einem Pendel – läßt sich dieses ganz einfach demonstrieren: Unerwartetes findet statt. Auch unsere Zukunft ist nicht zwangsläufig die Fortsetzung von Vergangenheit. Zukunft ist prinzipiell offen und gestaltungsfähig."
Hans-Peter Dürr


 
Veränderung und Innovationen liegen also am instabilen Kipp-Punkt eines Fließ- Gleichgewichts, wo ein relativ geringer Aufwand schon reicht, etwas zum Kippen in die eine oder andere Richtung zu bringen.
Erinnern wir uns an die Zusammenhänge zwischen Innovation und Tradition:
Tradition heißt für uns nicht, die Asche anzubeten, sondern das Feuer zu erhalten. Und wenn wir das Feuer erhalten wollen, müssen wir einen kontinuierlichen Prozeß im Fließgleichgewicht halten: die Brennstoffzufuhr einerseits und die Sauerstoffzufuhr andererseits.

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