1. Netze handeln komplex:
Sie bestehen aus vielen Komponenten, die untereinander agieren und reagieren; Auf Impulse von außen antworten nicht einzelne Knoten, sondern ganze Ensembles. Dadurch läßt sich das Verhalten eines Netzes schwer exakt voraussehen
2. Netze leben nichtlinear:
Aufgrund der inneren Wechselwirkungen stehen Ursachen und Wirkungen oft nicht in proportionalem Verhältnis. Durch Rückkopplung können sich kleine Ereignisse folgenreich aufschaukeln.
3. Emergenz:
Netze erzeugen Neues; über die Summe seiner Teile hinaus.
Neue Qualität entsteht aus vielen einfachen Komponenten, die über sich selbst hinauswachsen. Mehr ist anders.
4. Lernfähigkeit:
Netze antworten flexibel. Sie können ihre Stabilität bewahren, während sie auf Impulse der Umwelt reagieren. Bei Störungen von außen verändern sie das Muster: je komplexer, desto mehr Optionen gibt es für den Wandel.
5. Selbstorganisation:
Netze ordnen Chaos. Nichtlineare Systeme können sich aus eigener Kraft strukturieren und Stabilität gewinnen. Sie erschaffen dabei nach einfachen Regeln aus Chaos Ordnung,
ohne eine Vision von der gesamten Entwicklung haben zu müssen.
6. kreatives Chaos:
Im kritischen Phasenübergang zwischen Chaos und Ordnung finden sich Kreativität und Stabilität in optimaler Mischung. Das Fließgleichgewicht verhindert innovationsfeindliche Erstarrung ebenso wie krisenanfällige Anarchie.

7. Robustheit:
Netze verzeihen Fehler. Wichtige Funktionen sind redundant, das heißt mehrfach angelegt: Versagt ein Teilsystem, springen andere ein. Das System duldet kleine Fehler, um große zu vermeiden.
8. Netze nutzen Symbiosen:
Bündnisse zu wechselseitigem Nutzen, bei der die Partner gemeinsam gewinnen und verlieren, gleichzeitig lernen und lehren. Parasiten können aber auch zu Symbionten werden und umgekehrt.
9. Netze vereinen Vielfalt:
Netze vereinen die Varianten, Charaktere, Funktionen, ohne deren Unterschiede zu nivellieren. Die hohe Vielfalt erschafft ein Mehr an Möglichkeiten, flexibel auf Umwelt- Veränderungen zu reagieren-
10. Heile kleine Welt:
Selbstorganisiert verknüpfen sich lebende Netze nicht nach dem Zufallsprinzip. Sie zeigen immer ähnliche Muster: Eine kleine Zahl von Knoten ist hochgradig, der überwiegende Teil gering vernetzt. Ausfälle treffen mit hoher Wahrscheinlichkeit gering vernetzte Knoten. Das System funktioniert weiter.