Hinter dem bedrohlichen Einbruch der Weltwirtschaftverbirgt sich eine handfeste Krise des bisher vorherrschenden Wirtschaftsmodells. Bisher angnommene Gewißheiten wurden mit der Finanzkrise außer Kraft gesetzt. Und gewohnte Handlungsmuster wurden mit einem Schlag auf den Kopf gestellt.
Woran liegt es, daß wir die Chance zur grundlegenden Veränderung nicht einmal im Zuge einer so ausgewachsenen Systemkrise nutzen?
Es breiten sich ein kollektive Verdrängung und Ohnmacht aus, wobei hier etwas auch die Trägheit der gesättigten Masse unseres Wohlstandsmodells mitspielt.
Im Blickpunkt steht daher die Frage, wie man Veränderungsnotwendigkeit kollektiv bewußt machen kann. Und wie man den Beharrungswiderstand von Menschen, Organisationen und Systemen überwindet.
Horst Peter Gross
Wenn wir Veränderungen wollen, stellt sich die Frage: Wer sind denn die Akteure, die das bewirken können? Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten: Viele Menschen haben gute Vorstellungen davon, was man machen müßte. Aber wer macht es wirklich? Wie setzt man das durch? Welche Art von Menschen benötigen wir dazu?
Die Lösung ist kein großes Geheimnis: Es sind wir alle, die das tun müssen.
Wir dürfen uns nicht darauf verlassen, daß irgendwelche Kräfte von außen kommen, etwa aus der Regierung oder der Wirtschaft, die dann eher hinderlich wären. Aber wir können vielleicht einige davon überzeugen, daßsie dortmitmachen, woder Mensch imMittelpunkt steht.Hans-Peter Dürr

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