Sonntag, 9. Januar 2011

Europa versucht, sich aus der Schuldenfalle zu befreien.

Daß China jetzt groß europäische Schulverschreibungen aufkauft, ist ein willkommener Beitrag zur Abwendung der Finanzkrise und ein Schub auf den Wirtschaftsmotor. Selbstredend geht das nicht ohne Gegenleistung: die Chinesen haben jahrzehntelang gespart und setzen ihr Geld ein, um mehr Einfluß in Europa zu gewinnen. Das muß nicht schlecht sein, denn eine höhere Vernetzung auf Gegenseitigkeit hat auch deutliche Vorteile.

Aber auch so oder anders müssen wir die Schuldenspirale unterbrechen und die Schuldenmacher an die Kandare einer strengen Budgetkontrolle nehmen.

So wie es ausschaut, haben die Menschen aber bisher immer noch zu wenig aus dieser Krise gelernt: Auf internationaler Ebene gibt es nach wie vor einen zwischenstaatlichen Wettbewerb mit niedrigen Steuersätzen und intransparenten Finanzbestimmungen zur Verdunkelung von Geldflüssen.
Eine wirksame Kontrolle des Finanzsystems wäre möglich (z.B. durch regional orientierte Banken mit einer ausreichenden Kapital-deckung bei Kreditgewährung). Auch die Normen von Basel zielen genau auf Sicherungssysteme. Es muß zur Durchsetzung von Kostenwahrheit und Transparenz im Wirtschafts- / Finanz- Leben kommen.
Umweltschädliche und menschenfeindliche Wirtschaftsformen müssen steuerlich belastet werden, Arbeit aber steuerlich entlast sein.
(siehe auch Ernst Ulrich von Weizsäcker)

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