Mittwoch, 8. Dezember 2010

Die Antithese zum Ökonomismus beginnt sich bereits heraus zu kristallisieren.

Der Siegeszug dieses Prinzips des Ökonomismus wurde am Beginn unseres Jahrzehnts durch das Platzen der riesigen Spekulationsblase jäh gestoppt. Dazu ist auch noch eine Vielzahl von Bilanzfälschungen ans Tageslicht gekommen, die das Vertrauen in die Redlichkeit der Führung börsennotierter Unternehmen tief erschüttert haben. Unternehmen waren ausschließlichen Instrument für die kurzfristigen Gewinnziele von Investoren.  

Was die nachhaltige Lebendigkeit von Unternehmen sichert, sind die strategischen und moralischen Grundlagen langlebiger Familien- oder anderer sozialer Netzwerk- Unternehmen, die dagegen zeigen, daß es auch völlig anders geht.

Die klassische Ökonomie muß im Gegensatz dazu den Menschen dienen, und dienen kann sie ihnen nur, wenn ihrem Eingriff in alle Lebensbereich der Gemeinschaft Grenzen gesetzt werden. Die Naturwissenschaft zeigt uns, daß der Rhythmus eine entscheidende Rolle für den Ausgleich zwischen Wachstum und Absterben spielt.

Im Rhythmus werden Polaritäten in Synthesen vereinigt und scheinbare Widersprüche werden begreifbar. Rhythmus sorgt für eine Stabilität der Fließgleichgewichte der Natur und für stete evolutionäre Erneuerung.

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